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Corona leert Regale
03.04.2020

Was hat Corona mit Maslow zu tun?

Weltweite Ängste werfen die Bevölkerung zurück auf die untersten Stufen der Maslowschen-Bedürfnispyramide.

Was hat Corona mit Maslow zu tun und was macht das mit uns?

Der Corona-Virus und die weltweite Reaktion auf diesen unbekannten, kleinen, neuen Erdenbewohner haben eine Situation erzeugt, in der die Menschen direkt oder auch nur indirekt auf die drei untersten Stufen der Maslowschen-Bedürfnispyramide zurück geworfen werden. Noch sind die Konsequenzen daraus nicht wirklich spürbar. Viele versuchen in dieser Situation ihre eigene Selbstverwirklichung voran zu treiben und endlich mal die Dinge zu tun, zu denen bisher nie Zeit war. Jedoch werden genau die Ängste geschürt, die unsere Basisbedürfnisse gefährden.

Darstellung der Stufen der Bedürfnispyramide, ganz nach Maslow

Unsere Basisbedürfnisse sind durch Corona gefährdet

Bereits heute sind mehr als die Hälfte der Unternehmen in Deutschland deutlich von den Restriktionen betroffen. Und somit sind die Arbeitnehmer in diesen Unternehmen bereits heute durch Existenzängste belastet.

Noch kennen wahrscheinlich weniger als 10% der Deutschen einen Menschen, der mit Corona infiziert ist, dennoch kommt es zu erschreckenden Szenen im menschlichen Alltag. Anlass ist die Angst um das eigene Leben, ob begründet oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Die Bilder aus anderen Ländern schüren Ur-Ängste in uns.

Die sozialen Kontakte sind schon seit mehreren Wochen auf ein Minimum reduziert und somit werden die sozialen Bedürfnisse auch bald schon nicht mehr erfüllt werden. Der Mensch ist ein Herdentier und braucht den menschlichen Kontakt. Nur die Wenigsten sind zum Einsiedler geboren. Die Gefahr in Depression zu fallen oder auch im Alleinsein über ein Ende nachzudenken wird massiv steigen. Wie jedes Jahr zu Weihnachten können wir auch jetzt davon ausgehen, dass die Selbstmordrate steigen wird.

Corona leert Regale
Leere Regale dank Corona

Und unsere Grundbedürfnisse nach Essen und Trinken werden durch Bilder von leeren Supermarktregalen scheinbar direkt beschnitten.

Bisher schaffen wir es in unserem Land die Sicherheit aufrecht zu erhalten. Ich will gar nicht wissen, wie es in anderen Ländern aktuell zugeht. Denn Sicherheit wäre das letzte Bedürfnis, das aktuell nicht eingeschränkt wird.

Es gibt im Internet und in den sozialen Netzwerken viele Initiativen, um den Ängsten entgegen zu wirken und einen Zusammenhalt zu erzeugen. Jedoch sind Ängste nicht über den Verstand zu bearbeiten. Ängste entstehen tief in uns drin und werden meist durch unbekannte Muster befeuert.

Wirtschaftliche Stabilität ist kein Selbstzweck, sondern notwendig

Aus diesem Grund ist es notwendig, die wirtschaftliche Basis in diesem Land aufrecht zu erhalten und den Menschen die Sicherheit zu geben, dass sie nach Ende aller Maßnahmen und Aufhebung der Restriktionen weiterhin eine Existenz und ein Einkommen haben. Es ist wichtig, ihnen die Angst vor dem Erkranken durch Corona zu nehmen, denn die Meisten von uns werden es irgendwann bekommen, das steht außer Frage.

Die Frage ist doch, wie gehen wir damit um. Wie können wir das Risiko minimieren, dass wir daran schwer erkranken? Wie schaffen es die vielen Menschen, die nicht ernsthaft erkranken, dass es ihnen auch mit Corona gut geht? Warum warten wir auf eine Lösung durch Impfungen? Lernen wir von denen, die es uns vormachen. Stärkung unseres Immunsystems, gesundes Leben und gute Ernährung? Vielleicht auch einfach ein wenig Gewissheit, dass wir es überleben werden, so dass es eine selbsterfüllende Prophezeiung wird. Keine Ahnung, ob es das eine Rezept gibt. Angst kann jedoch nicht das Rezept sein, denn Angst befördert nachweislich Krankheiten und die Abwärtsspirale.

Die Hoffnung ist das Licht am Ende des Tunnels

Selbst wenn wir heute noch nicht wissen, wann wir das Licht am Ende des Tunnels sehen, so können wir uns heute schon damit befassen, welche Farbe es haben wird und welche Temperaturen und Rahmenbedingungen uns erwarten werden. Unternehmen sollten schon jetzt daran arbeiten, wie sie nach Corona weiterarbeiten wollen. Wie fahren sie den Betrieb wieder hoch, wie reduzieren sie bei einer neuen Pandemie, z.B. durch einen Rückschlag, das wirtschaftliche Risiko.

Die Regierung sollte sich, sobald die aktuellen Maßnahmen eingeleitet sind, damit befassen, wie fahren wir wieder hoch, welche Restriktionen können in welchem Maße wieder zurück genommen werden. Welche Risiken wird es geben. Und dies sollte dann auch geschickt kommuniziert werden, um das Licht am Ende des Tunnels zu konkretisieren. So kann sich jeder sein eigenes Licht gestalten und daraus seine eigene Hoffnung bauen. Und wenn es dann so weit ist, wissen wir alle, was uns erwartet und was jeder Einzelne dazu beitragen kann.

Gebt den Menschen eine Aufgabe im Sinne der Gemeinschaft und bewertet diese nicht. Arbeiten ist auch ein Beitrag zur Gemeinschaft, so wie heilen, regieren oder auch ehrenamtlich in Vereinen sich engagieren.


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