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12.07.2020

FRAUENQUOTE – WIR SOLLTEN UNS SCHÄMEN!!!

Frauenquote – das wir darüber überhaupt noch reden müssen. Wir sollten uns schämen. Wir, damit sind wir alle gemeint und unsere Gesellschaft. Dass dieses Thema überhaupt noch ein Thema ist, ist ein Armutszeugnis für unser Land. Und ich liebe unser Land und bin sehr dankbar und stolz auf uns. Und wenn ich dann dieses Thema höre, wird mir schlecht.

Viele Perspektiven

Hier schlagen wirklich mehrere Herzen in meiner Brust. Denn eigentlich ist die Zeit für mich abgelaufen, darüber noch zu sprechen. Geschweige denn, dafür zu kämpfen. Die Unternehmen, die bis heute keine Diversity umgesetzt haben und leben, geraten schon seit einer Weile unter Druck. Sie sind auch nachweislich weniger erfolgreich, als die Unternehmen, die Diversity leben. Viele Studien belegen das.

Jedoch reden diese Unternehmen und ebenso ich, schon lange nicht mehr von Frauenquote, sondern von Diversity. Vielfältigkeit ist das Schlagwort. Es geht eben nicht nur ums Geschlecht. Müssen wir sonst als nächstes für eine „Homo“-Quote sprechen und danach von einer Immigranten-Quote????

Verzeiht mir die Despektierlichkeit, jedoch kochen hier wirklich meine Emotionen hoch.

Ich habe in meiner Laufbahn selbst erlebt, wie Männer mit viel Energie alles versuchen, um Frauen an einer erfolgreichen Laufbahn hindern. Aus den unterschiedlichsten Beweggründen und erschreckenderweise auch immer mal wieder, weil sie den festen inneren Glaubenssatz haben, dass Frauen „das“ einfach nicht können – führen, managen, Stress durchstehen,….

PRO Frauenquote

Ich habe selbst so viele Hürden erlebt und gemeistert, dass ich sie gar nicht aufzählen mag. Und ich war daher privat immer für eine Frauenquote, denn ich halte es für wichtig, dass wir den Frauen, die nachkommen, ersparen, was die Frauen meiner Generation und vor uns erlebt haben. Warum setzen auch wir Frauen immer wieder darauf, dass wir dann eben kämpfen müssen….?

Auch sind nachweislich die Frauen, die aus unserem Bildungssystem nachkommen, besser ausgebildet als ihre männliche Kollegen.

Auch der VdU diskutiert dieses Thema immer wieder mit der Politik.

CONTRA Frauenquote

Als Unternehmerin und Vertreterin des VdU habe ich dann die Meinung mitgetragen, dass es eine unternehmerische Entscheidung sein und bleiben sollte. Denn aus meiner Unternehmerinnen-Rolle halte ich genau das für den entscheidenden Aspekt. Denn heute sage ich als Beraterin: „Unternehmen, die Diversity nicht leben, sind eh nicht erfolgreich“

Somit brauchen wir heute gar keine Quote mehr, denn die Unternehmen, die sie nicht schon selbstverständlich einplanen, werden in den nächsten Jahren untergehen (wie ausreichend Beispiele aufzeigen). Und die Unternehmen, die dieses Bewusstsein noch nicht haben, denen hilft auch keine Quote mehr, weil die jungen Frauen in diesen Unternehmen schon gar nicht mehr arbeiten. Somit halte ich eine Quote für sinnlos.

DENNOCH

Wir sollten für eine einstehen, denn es ist notwendig, dass wir an dem Bewusstsein arbeiten, dass es gar keinen Grund gibt, sie zu verweigern. Alleine die Diskussion ist ein Armutszeugnis für Deutschland. Es gehören einfach 50% der Positionen von Frauen besetzt. Führung in Teilzeit und mit Kindern ist möglich und teilweise sogar erfolgreicher. Es gibt genügen Belege für männliche Besetzungen in Vollzeit mit Überstunden, die dennoch gescheitert sind.

Die Diskussion ist für mich somit schon beschämend. Und daher bin auch ich dafür – es gibt kein Argument dagegen.

Frauenquote – Wir sollten uns schämen!

Schauen Sie auch in meinen Blog „Was haben Rassismus und Change miteinander zu tun?


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