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17.05.2020

Demokratische Grundregeln im Ehrenamt und in Change-Vorhaben

Demokratie beweist sich gerade in den aktuellen Zeiten. Es gibt ein paar demokratische Grundregeln z.B. im Ehrenamt oder auch in Change-Vorhaben. Diese werden jedoch leider immer mal wieder vergessen – Besonders im Kleinen. Demokratie ist auch nicht immer die Basis. In Unternehmen herrscht keine Demokratie, in Verbänden schon.

Als Unternehmerin bin ich es gewohnt die Richtung vorzugeben, Lösungen zu finden und diese umzusetzen. Was mich auszeichnet, ist die Fähigkeit komplexe Situationen und Organisationen zu begreifen. Ich habe ein tiefes Verständnis für Zusammenhänge und aufgrund meiner Profession als Organisations- und Change-Expertin sehe ich die Wege, die aus einer verzwickten Situation herausführen. Diese Kompetenz macht mich auch zu einer erfolgreichen Beraterin. Als Beraterin stehe ich meinen Kunden zur Seite und unterstütze sie in der Umsetzung ihrer Veränderung. Ich bin die vertrauensvolle Partnerin, deren Rat und Unterstützung gewünscht ist und dankbar angenommen wird. Seit mehr als 18 Jahren bin ich erfolgreiche Beraterin und Unternehmerin.

Ehrenamt hat andere Spielregeln

Seit einigen Jahren engagiere ich mich aktiv ehrenamtlich, um auch in der Gesellschaft und der Wirtschaft einen Anteil zu leisten für eine Verbesserung der Welt. Das hört sich vielleicht großspurig an, jedoch ist es genau das, was mich antreibt. Meinen Anteil zu leisten, damit Abläufe und Organisationen reibungsfreier laufen und damit dem ureigenen Ziel näher zu kommen.

Damit war ich in vielen meiner Ämter erfolgreich, jedoch hat das nur so lange geklappt, so lange meine Mit-Ehrenamtler ebenfalls zielorientiert an der Sache gearbeitet haben und demokratische Grundregeln eingehalten wurden. Sobald andere Ziele mitspielen, wird es schwierig. Und leider habe ich erfahren, dass Verbandsarbeit noch immer sehr geprägt ist von eigenen Machtvorstellungen und individuellen Zielen.

Jeder hat seine eigenen Ziele – und das ist gut so

Selbstverständlich hat jeder in allem was er tut seine eigenen Ziele. Jeder befriedigt damit seine eigenen individuellen Bedürfnisse. Und das ist auch gut so. Energie sollte so eingesetzt werden, dass sie allen Beteiligten etwas bringt und somit auch sich selbst.

Schwierig wird es, wenn Verbandsarbeit nicht auf Augenhöhe erfolgt, sondern ein Übertrumpfen und Macht ausspielen begonnen wird. Es geht dann der Respekt vor den anderen Menschen, die sich ebenfalls ehrenamtlich einbringen, verloren. Respekt und Vertrauen sind jedoch Grundwerte in einer Zusammenarbeit, der die demokratischen Grundregeln zugrunde liegen und Hierarchien nur bedingt existieren.

Wer demokratische Grundregeln umgeht, wird scheitern

In Verbänden gelten demokratische Grundordnungen. Und Demokratie bedeutet eben nicht, dass einer sagt wo es lang geht. Wer mit diesem Grundverständnis ins Ehrenamt geht, wird auf Dauer scheitern.

Verbände wie Parteien leben von den Mehrheiten und die heutigen Menschen in unserer westlichen Welt sind sehr aufmerksam bezüglich ihrer Entscheidungsfreiheit. Meinungsfreiheit ist ein zweischneidiges Schwert. In der aktuellen Zeit erlauben es sich immer mehr Menschen Meinungen zu bewerten. Das macht die Kommunikation schwierig. Es erfordert ein noch klareres eigenes Meinungsbild. Dennoch sind wir nur deswegen immer wieder so erfolgreich, weil wir demokratisch abstimmen und verschiedene Meinungen respektieren und zuhören. Zuhören, was das Gegenüber mir wirklich sagen will. Aus Kompromissen entstehen gute Lösungen für alle.

Demokratische Grundregeln in Change-Vorhaben

Gute Lösungen sind es, die meine Kunden weiterbringen. Wir erarbeiten diese Lösungen gemeinsam mit den Betroffenen. Diese Vorgehensweise würde den Verbänden auch gut tun. In Change-Vorhaben werden durch die oberste Hierarchie-Ebene die Leitplanken festgelegt und die Grundregeln, nach denen in der Organisation zusammen gearbeitet wird. Sobald diese Leitplanken definiert und freigegeben sind, werden die Inhalte mit den Betroffenen gemeinsam erarbeitet. In der heutigen Zeit erfolgt dies nicht mehr durch Anweisungen, sondern durch die gemeinsame Arbeit. Nur so kann die gesamte Intelligenz der Organisation genutzt werden. Und idealerweise werden dann im Rahmen der gesetzten Leitplangen demokratische Grundregeln angewandt. Somit sind demokratische Grundregeln nicht nur im Ehrenamt, sondern auch in Change-Vorhaben, Erfolgsfaktoren.


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  • Wer nicht die Ansichten der Elite teilt, gilt oftmals als Verschwörungstheoretiker, Spinner, antidemokratisch etc.. Besteht die Elite aus Gutmenschen?
    „Ein Problem für sich war und ist überhaupt der einseitige Gebrauch, schlimmer: der einseitige Gebrauch und Missbrauch von Macht und Recht“ (s. Internet, Institut für Rechtspolitik).
    Zur aktuellen Lage der „Demokratie“, vgl. auch den unter https://www.youtube.com/watch?v=VXhK8uN6WyA veröffentlichten wissenschaftlichen Vortrag.
    Wir sind beim Recht des Stärkeren, also dort, wo die alten Griechen gestartet sind. Es fehlt die Volkssouveränität, fehlende Möglichkeit der Verfassungsänderung, fehlende Rechenschaftspflicht der Exekutive, keine Auswahl der Amtsträger durch das Volk, keine Aufklärung, die Gewaltenteilung ist weitgehend ausgehölt, eine Anbindung der Exekutive an das demokratische Gesetz gibt es nicht, die UN-Charta wird nicht eingehalten, das Völkerrecht auch nicht.
    Demokratie wird nur von oben gewährt, wenn der Druck von unten groß genug ist und die Gefahr einer Revolution besteht. Die Alternative ist immer die Barbarei. Passivität oder „Fertigmachen“ bzw. Ausschalten von Kritikern bedeutet die Entscheidung für die Barbarei.

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